Hortgruppe - „Die Zauberlehrlinge“


Der Hort ist eine familienunterstützende und familienergänzende Einrichtung. Auftrag des Hortes ist die Betreuung, Bildung und Erziehung von Kindern ab der Einschulung bis zum Alter von 14 Jahren. Der Hortbesuch ist ein Lebensabschnitt mit eigenständiger Bedeutung für die Entwicklung des Kindes. Das Angebot in unserer Einrichtung orientiert sich pädagogisch und organisatorisch an den Bedürfnissen der Kinder und den notwendigen Kompetenzen zur Bewältigung der anstehenden Entwicklungsaufgaben. Wir unterstützen das Kind bei der Aufgabe, seine Welt aktiv zu gestalten. Die Einweisung des Schulweges obliegt den Eltern. Am Anfang des Schuljahres werden die neuen Hortkinder in den ersten beiden Wochen zur Schule gebracht und dort auch wieder abgeholt.

Unsere Ziele in der Hortarbeit sind:

  •  Durch zahlreiche Möglichkeiten einen Ausgleich zu den schulischen Anforderungen schaffen und lernen, die eigene Freizeit selbstständig zu gestalten
  • In der Hausaufgabenzeit die Kinder dazu anleiten, eigenständig ihre Aufgaben zu erledigen und zu bewältigen
  • Konflikte mit Mitmenschen und anderen Kindern gewaltfrei auszutragen und Lösungsstrategien zu entwickeln

  • Die eigene Rolle innerhalb der Gruppe erfahren, wobei ein partnerschaftliches, gewaltfreies und gleichberechtigtes Miteinander gegeben wird
     
  • Die Selbstständigkeit der Kinder durch abgesprochene Freiräume zu fördern

  • Eine Identifikation mit der eigenen geschlechtlichen Rolle zu ermöglichen und den richtigen Umgang mit dem anderen Geschlecht zu erlernen, und somit den nötigen gegenseitigen Respekt aufzubringen.
     
  • Eine gute, kommunikative und partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Fachkräften und Eltern, um die Kinder bestgehend zu fördern.

  • Die Partizipation und Entscheidungsfähigkeit der Kinder zu fördern. 


Schwerpunkte der Hortarbeit

a) Hausaufgabenbetreuung





Die Hausaufgabenzeit ist eines unserer Schwerpunkte in der päd. Arbeit. In einer angenehmen Arbeitsatmosphäre unterstützen wir die Kinder bei ihren schriftlichen Aufgaben und leiten sie dazu an, sich Arbeitszeit und Aufgaben richtig einzuteilen. Schriftliche Aufgaben werden so weit möglich im Hort erledigt. Lernen, Üben, Abfragen bleibt Aufgabe der Eltern. Dabei ist zu bedenken, dass wir für die Betreuung und Hilfestellung zuständig sind, nicht für spezielle Förderung oder Nachhilfe. Deshalb ist es wichtig, ständig mit den Eltern in Kontakt zu sein. Das Hortpersonal wiederum legt viel Wert auf die Kooperation mit den zuständigen Lehrern und einen regelmäßigen Informationsaustausch.

Die Hausaufgabenzeit läuft wie folgt ab:

  • Um 14.00 Uhr begeben sich die Kinder in einen der zwei Hausaufgabenräume, welche mit Tischen und Stühlen in verschiedenen Höhen ausgestattet sind. Jedem Raum ist eine Bezugsperson zugeteilt.
  • Jedes Kind hat seinen festen Hausaufgabenplatz, welchen es selbstständig vorbereitet. Danach erfolgt ein Austausch wichtiger Informationen, wie z.B. das Besprechen der aktuellen Aufgaben und das Weitergeben der Informationen aus der Schule.
  • Ein Signal (Triangelschlag) zeigt den Beginn der Hausaufgabenzeit. Bei auftretenden Problemen oder Schwierigkeiten werden die Kinder dazu angehalten sich zu melden und in einem gemäßigten Ton zu sprechen, um sich und anderen eine ruhige Atmosphäre zu schaffen.
  • Durch Bereitstellung von Medien/Hilfsmittel, wie Duden, Lexikon und Gesprächen mit den Personal soll die Fähigkeit vermittelt werden, wie man Wissen erwirbt und organisiert.
  • Werden die Hausaufgaben im Rahmen der Lernzeit von den Kindern erledigt, so werden diese vom Personal auf Richtigkeit und Vollständigkeit überprüft. Je nach zeitlichen Rahmen haben die Kinder die Möglichkeit, leise noch mündliche Arbeiten zu lernen.
  • Anschließend verlassen die Kinder leise den Hausaufgabenraum und können sich nun ihrer Freizeitgestaltung widmen.

b) Freizeitgestaltung




Um einen Ausgleich zu den schulischen Anforderungen und Leistungen zu schaffen, bieten wird den Kindern verschiedene Freizeitmöglichkeiten in unserer Einrichtung an.

So haben sie die Möglichkeit:

  • im Garten oder in der Turnhalle ihren Bewegungsdrang auszuleben
  • mit vorbereitetem Material zu basteln, wie z.B. Tonen oder Sägen, um ihre Kreativität und Phantasie entfalten zu können
  • sich in die vom Gruppenzimmer abgetrennte Leseecke zurückzuziehen und zu entspannen
  • sich dem Spiel mit anderen Kinder durch altersgerechte Gesellschaftspiele oder auch Rollenspiele zu widmen
  • an der Tischtennisplatte und dem Kickerkasten ihren Teamgeist zu beweisen
  • den Umgang mit dem Computer durch altersgerechte und pädagogisch wertvolle Spiele zu erlernen

Der „Nachmittagstreff“ findet je nach Bedarf statt. Hier treffen sich alle Schulkinder in einem Kreis und besprechen aktuelle Themen, wie z.B.

  • Aufarbeiten von Konflikten
  • Erarbeiten von Regeln
  • Thema des nächsten Erlebnistages
  • Führen von Gesprächen und Diskusionen

Der Erlebnistag findet jeden zweiten Freitag im Monat statt. An diesem Tag entfällt die Hausaufgabenzeit. Es ist wichtig, die Kinder erst ab 16.00 Uhr abzuholen, um den gemeinsamen Nachmittag nicht zu stören. Diese Freizeitaktivitäten wie Traumreisen, Spaziergänge, Backen, Sägen und Werken, Experimente werden gemeinsam erarbeitet. Um den Erlebnisbereich der Hortkinder zu erweitern, werden auch im laufenden Schuljahr oder in den Ferien Ausflüge (z.B. Schlittschuhlaufen, Fahrradausflüge, Theaterbesuche) angeboten.


c) Mittagessen





Eine warme Mahlzeit am Tag ist sehr wichtig, um seinen Körper zu stärken und leistungsfähig in die Hausaufgabenzeit zu gehen.
Zudem bietet das gemeinsame Essen den Schulkindern die Möglichkeit, sich über den Vormittag in der Schule auszutauschen. Weiterhin bietet es einen gemeinsamen Start in den Nachmittag.

Das Mittagessen läuft wie folgt ab:

  • Bevor alle Kinder um 13.00 Uhr gemeinsam Mittag essen, ziehen die Kinder selbstständig ihre Gartenkleidung aus und waschen ihre Hände.
  • Das Essen wird im Gruppenzimmer an einer schön gedeckten Tafel eingenommen. Die Sitzordnung am Mittagstisch darf jedes Kind täglich neu wählen.
  • Mit einem Gebet und das Wünschen eines „Guten Appetits“ wird auf das gemeinsame Essen eingestimmt.
  • Mit einem Spiel, wie etwa „Alle Kinder mit einem „N“ im Namen,…“ oder „Kids, with a yellow T-Shirt,…“ stellen sich die genannten Kinder an die Essensausgabe.
  • Sie nehmen sich einen bereitgestellten Teller, Besteck und ein Getränk und bereiten so ihren Essensplatz vor. Anschließend erhalten sie ihr Essen, wobei hier natürlich Menge und Vorlieben den Kindern angepasst sind.
  • Des weiteren üben sich die Kinder in Kulturtechniken, wie Tischmanieren und den höflichen Umgang zu Tisch.
  • Um 13.30 Uhr endet das Mittagessen. Die Kinder helfen beim Abräumen des Tisches, säubern ihre Teller von Speiseresten und stellen das Geschirr in die Spülmaschine.